„Controlling-Know-how stärkt die Managementkompetenz“

Hot oder Schrott? Wie wichtig sind Controlling-Kompetenzen für Führungskräfte? Im Interview berichtet Johanna Staudinger, Head of Finance and Administration Area Asia, Pacific bei Rosenbauer International AG, welche Vorteile der gekonnte Umgang mit Kennzahlen im Arbeitsalltag tatsächlich bringt.


Controller Institut: Warum ist es aus Ihrer Sicht für Führungskräfte notwendig, auch über solide Controlling-Kompetenzen zu verfügen?

Johanna Staudinger: Controlling-Kompetenzen sind in unserer schnelllebigen und auf Zahlen fokussierten Zeit entscheidend. So nehmen Kennzahlen in Führungskreisen eine immer wichtigere Rolle ein. Das Verständnis und der sichere Umgang mit diesen gehört zu den zentralen Managementkompetenzen. Führungskräfte werden vielfach mit Zahlen überhäuft, die oft nur mit vertieftem Controlling-Know-how entsprechend interpretiert und weiterverarbeitet werden können. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Kernkompetenzen des Controllings geben der Führungskraft Sicherheit, vermitteln generelle Managementkompetenz und unterstützen bei wichtigen Entscheidungen.

CI: Was bedeutet das für die Praxis? Für welche Prozesse ist es hilfreich, wenn Führungskräfte Controlling-Kenntnisse haben?

Staudinger: Um Controlling-Reports zu verstehen und effizient zu nutzen, ist es unumgänglich die Kennzahlen richtig zu lesen und diese entsprechend interpretieren zu können. Im Rahmen der Budgetierung und der Mehrjahresplanung sind vertiefte Controlling-Kenntnisse nicht nur von Vorteil, sondern aufgrund von immer detaillierteren Planungserfordernissen auch notwendig.

CI: Welche Vorteile hat eine Führungskraft, die über Controlling-Kompetenz verfügt? Und inwiefern profitiert das Unternehmen von Mitarbeitern mit diesem Know-how?

Staudinger: Die Vorteile, die eine Führungskraft mit diesem Know-how hat, liegen klar auf der Hand: Einerseits können sie auf ein umfangreiches Verständnis zurückgreifen, wenn es um die Interpretation von Reports geht, die ja von der Controlling-Abteilung erstellt werden. Und andererseits können sie wesentlich effizienter mit den zur Verfügung gestellten Zahlen arbeiten. Entscheidungen können in Folge nachhaltiger und zielgerichteter getroffen werden. Davon profitiert vor allem die Unternehmens- bzw. die Bereichssteuerung.

CI: Was sind aus Ihrer persönlichen Erfahrung die drei wichtigsten Aspekte, die jede Führungskraft bezüglich Controlling wissen sollte?

Staudinger: Das wäre zunächst einmal Know-how im Bereich Budgetierung mit Mehrjahresplanung. Ebenfalls entscheidend sind meiner Meinung nach Kenntnisse rund um Cashflow-Rechnung und Liquiditätsplanung. Und zu guter Letzt geht es um die Interpretation von Kennzahlen der Bilanz und GuV.

CI: Was würden Sie jeder Führungskraft aus Sicht des Controllings empfehlen?

Staudinger (schmunzelt): Ganz einfach: Vertiefung des Controlling-Wissens zur Stärkung der Managementkompetenzen, vorzugsweise durch den Besuch von themenspezifischen Seminaren bei zB Controller Institut, als anerkanntes Kompetenzzentrum für Controlling Aus- und Weiterbildung.

CI: Vielen Dank für das Gespräch.


Weiterbildungstipp

Controlling-Kompetenz für Führungskräfte | Ihr notwendiges Know-how für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung
Wann? 12. & 13. März 2020 | Wo? Controller Institut GmbH, 1020 Wien, Vorgartenstraße 204/6 | Info und Anmeldung

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