Nachlese: Thought Bridge

Am 2. Juli 2019 versammelte die Thought Bridge zum fünften Mal einen exklusiven Kreis Interessierter in der Wirtschaftsuniversität Wien. Dort sprachen die Leadership Speaker Walid Mehanna (MercedesBenz Cars) und Karen Sedatole (Emory University) über das Thema PREDICTIVE ANALYTICS UND FORECASTING.


Rund 40 Gäste folgten der Einladung zur Veranstaltung des Controller Instituts und dem Institut für Unternehmensführung der WU. Wie schon in den vergangenen Jahren, begrüßten Rita Niedermayr (Geschäftsführerin, Österreichisches Controller-Institut) und Gerhard Speckbacher (Vorstand, Institut für Unternehmensführung, WU) die Gäste und führten kurz in das Thema der diesjährigen Thought Bridge ein: Der Tag drehte sich rund um die Betrachtung von Predictive Analytics und Forecasting aus unterschiedlichen Blickwinkeln – Paxisanwendungen versus Ansichten aus der Theorie.

Building an Immersive Data & Analytics Function at Mercedes-Benz Finance

Walid Mehanna berichtete in seinem Vortrag über den Weg, den die Daimler AG eingeschlagen hat, um Data & Analytics in der Praxis nutzbar zu machen. „Wir schließen die Lücke zwischen Daten und Handeln und erweitern die menschliche Intelligenz um persönlich relevante und kontextsensitive Informationen für eine effiziente und teilautomatisierte Entscheidungsfindung“, verdeutliche er. Daher konzentriert man sich bei Mercedes-Benz auf drei Kernbereiche:

  1. Driving Succes: Hierzu zählt die datengesteuerte Entscheidungsunterstützung sicher zu stellen sowie das Geben neuer Impulse für die Geschäftssteuerung und eine Grundlage für operative Verbesserung zu schaffen.
  2. Advanced Finance: Hier geht es um die Optimierung der Finanzprozesse durch den Einsatz von Data & Analytics, die Weiterentwicklung der Finanzmethoden und –instrumente und die Verbesserung der Datenbasis.
  3. Enablement: Das Ziel ist es, das Unternehmen durch Vermittlung von Wissen über Analytics sowie durch Bereitstellung einer Analytics-Plattform mit Datenbankzugriff, Tools und Visualisierungen zu stärken.

Im Zuge dessen stellte Mehanna die sechs Anwendungsbereiche vor: Analysis, Automation, Forecast, Simulation, Radar und Optimization. Wichtig dabei sei es, verdeutlichte er, alle mit einzubeziehen. Daher habe man ein Trainingsprogramm für die D&A-Plattform aufgezogen. Selbst der CFO nahm daran teil.

© Controller Institut | APA | Miriam Reiter
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The Folly of Forecasting: Uncertainties, Biases and Manipulation

Karen Sedatole zog zahlreiche Studien heran, um die Stärken und Schwächen des Forecasting-Prozesses aufzuzeigen. Sie veranschaulichte mögliche Unsicherheiten und Verzerrungen, aber auch gewollte Manipulation anderer Abteilungen. In diesem Zusammenhang sprach sie unter anderem über die Rolle, die der Mensch im Bereich Data Analytics einnimmt: Der Forecast steht in starker Wechselwirkung zur operativen Planung und Budgetierung, dabei entstehen unterschiedliche Erwartungshaltungen, die eine realistische Planung / Koordination nicht beeinflussen dürfen. Da trotz aller ausgewerteter Daten Unsicherheiten und somit ein Restrisiko im Bereich Forecasting nicht ausgeschlossen werden können, kommt immer wieder menschliches Ermessen ins Spiel. Eine Studie aus dem Jahr 2015 bestätigt, dass über 70 Prozent der Unternehmen menschliches Urteilsvermögen hinzuziehen, um Forecasts zu hinterfragen, da entscheidende Daten fehlen oder Daten hinzugezogen werden könnten, die nicht notwendig für das Ergebnis sind. Eine mögliche Lösung? Ein zusätzliches Reporting-Tool zu integrieren, das auch die Eventualitäten berücksichtigt, die eintreten könnten, um stärkere Abweichungen des Forecasts im Blick zu haben. Ihr Credo: „Let’s create some transparency.“

Im Anschluss war das Publikum eingeladen, weitere Fragen unter der Leitung von Gerhard Speckbacher an die Vortragenden zu stellen. Schließlich war noch genug Zeit, um sich über die spannenden Entwicklungen und neuen Erkenntnisse auszutauschen.


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