Nachlese: 14. BI & Analytics Tagung

Wir lieben Traditionen. Wie schon in den vergangenen Jahren beendete das Controller Institut sein Veranstaltungsjahr auch heuer wieder mit der BI & Analytics Tagung. Bereits zum 14. Mal wurde gemeinsam mit BARC (Business Application Research Center) ein komprimierter Vergleich über die besten Tools für BI und Analytics geboten.


Mit einem Teilnehmerrekord von rund 150 Entscheider aus Finance, Controlling und Management verdeutlichte die Tagung, wie relevant die Thematik ist. Gemeinsam gingen Vortragende, Aussteller und Teilnehmer den aktuellen BI-Trends auf den Grund. Außerdem wurde zum sechsten Mal der Best Practice Award für Business Intelligence und Data Warehousing verliehen.

BI bleibt ein dynamisches Feld

Mirko Waniczek (Associate Partner | EY Österreich) begrüßte gemeinsam mit Robert Tischler (Geschäftsführer |BARC Österreich) die Gäste. Sie wiesen auf die Bedeutung von BI- und Analytics-Themen für Unternehmen hin und warfen einen Blick zurück auf ein dynamisches Umfeld. Derzeit in aller Munde sind die Schlagworte Advanced & Predictive Analytics, Machine Learning und AI. Wie die Trends in den Unternehmen ankommen können, sollte die BI & Analytics Tagung veranschaulichen.

BARC-Gründer und Geschäftsführer Carsten Bange sprach in seiner Key Note zunächst davon, dass BARC derzeit 54 Trends im Bereich BI & Analytics verfolgt. Diese werden auf drei Arten identifiziert:

  1. Trends zur Werkzeugnutzung
  2. Analysteneinschätzung
  3. Anwendereinschätzung

Diese Trends werden auch im Rahmen von zwei Studien, der BI-Survey und des BI Trend Monitors analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse präsentierte Bange vor Ort.

Eine Entwicklung, die Bange nennt, ist, dass BI-Software in den vergangenen Jahren zur Commodity geworden ist. Ganz oben auf der Liste der Entscheidungsbegründungen steht nämlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Danach folgen als ausschlaggebende Kaufgründe die Usability für Empfänger und Ersteller der Reports sowie Flexibilität und Funktionalität.

© Controller Institut | APA | Ludwig Schedl
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Interessant ist die Tatsache, dass die vier Punkte aus den Top 5 der BI-Trends für 2020 Daten-Themen sind: Data Management, Data Discovery, Data-driven Culture und Data Governance stehen ganz oben. Erst an 5. Stelle folgt mit Self Service BI ein tatsächlicher BI-Trend. Bange sagt dazu: „Immer noch werden 80 % der Zeit zum Bereinigen der Daten verwendet. Denn die Datenqualität ist nicht gewährleistet.“ Das betrifft übrigens auch die Arbeit der Data Scientists vielfach. Daher muss ganz oben auf der Management-Agenda stehen: Daten in den Griff bekommen.

Ein Datenmanagement bedarf heute großer Flexibilität. Denn die verfügbaren Daten sind mehr als heterogen. Während in den vergangenen Jahren zunächst der Ruf nach einem Data Warehouse und dann nach einem Data Lake laut war, meint Bange, heute müssten diese verschränkt werden, um allen Anforderungen an klassischer, explorativer und operativer BI genügen zu können.

Eine Datenarchitektur, die strategisch geplant diese Problematiken angeht ist notwendig, um im nächsten Schritt die Trend-Themen Advanced & Predictive Analytics, Machine Learning und AI vorantreiben zu können.

Bühne frei für BI

Bereits zum sechsten Mal wurde im Rahmen der BI & Analytics Tagung der Best-Practice-Awards BI & Analytics Österreich 2019 verliehen. In diesem Jahr waren die Finalisten Projekte von Wien Energie, Schloß Schönbrunn und Wiener Stadtwerke. Dieser Award wird von Controller Institut und BARC in Kooperation mit der Österreichischen Computergesellschaft und computerwelt verliehen. Alle drei Finalisten stellten ihr Projekt vor Ort vor.

Zunächst berichteten Paul Strunz (Head of Procurement Analytics & Development | Wien Energie) und Ruben Merlin Mörth (Process Mining Analyst, IT-Koordination Instandhaltung | Wien Energie) über das Projekt Process Mining Rollout @ Wien Energie. Anlass für dieses Projekt war ein Proof of Value, bei dem eine Process-Mining-Software zum Einsatz kam. Inzwischen wird das Tool im Bereich Controlling, Finanzen und Beschaffung sowie in der Instandhaltung eingesetzt und ein Roll-out im Bereich Kundenservices ist in Planung. Einige Use Cases sind:

  • Sofortaufträge mit Meldungen
  • On Time Delivery / Maintenance
  • Kontraktquote bzw. Preisänderungen
  • Ressourcenplanung
  • „Fake“ Maverick Buying

Außerdem sind weitere Use Cases über den Gesamt-Konzern denkbar.

Der zweite Finalist war der Hausherr persönlich: Alexander Keil (Geschäftsführer | Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H.) präsentierte das Projekt Erstellung eines Management-Informationssystems als Single Point of Truth.

Auslöser für dieses Projekt war der Wunsch nach einem zentralen Zugangspunkt, an dem alle Mitarbeiter zeitnah, zuverlässig und benutzerfreundlich mit allen relevanten Informationen versorgt werden. Das Projekt wurde gänzlich intern umgesetzt.

Last but not least präsentierte Josef Eitzenberger (Leiter Konzernrechnungswesen und Risikocontrolling | Wiener Stadtwerke) das Projekt Risikocontrolling in einem heterogenen Konzern mit moderner Software-Lösung. Dieses BI-Projekt hatte zum Ziel, eine intern erstellte Lösung zu ersetzen und dadurch eine Modernisierung des Risk Reportings zu ermöglichen. Darüber hinaus sollte dieses Tool die Performance steigern und eine skalierbare Lösung, die in die Konzerntöchter implementierbar ist, bieten.

Alle drei Lösungen überzeugten die Jury, bestehend aus Mirko Waniczek, Robert Tischler und Christine Wahlmüller-Schiller (Österreichische Computergesellschaft). Aber nur einer kann gewinnen und das war in diesem Jahr die Wien Energie.  Wir gratulieren recht herzlich!

Die 12 Aussteller

Anschließend konnten sich die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über aktuelle Business-Intelligence-Lösungen verschaffen. In zwei Streams stellten folgende 12 Aussteller ihre Produkte vor:

BI Concepts-IBM, Bissantz, Board, Corporate Planning, IDL, Information Builders, Jedox, LucaNet, NAVAX, pmOne, Unit4 Prevero, Wolters Kluwer | CCH Tagetik

Zum Abschluss bot das Get-together den Teilnehmern die Möglichkeit, weitere Gespräche mit den Vertretern der Software-Unternehmen und mit Kollegen zu führen, die vor vergleichbaren Problemstellungen stehen und so die Vor- und Nachteile der einzelnen BI-Lösungen zu besprechen.

Save the Date: Schon im November 2020 geht die BI & Analytics Tagung in die 15. Runde!


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