Wie Fachcoaching die Kompetenzentwicklung fördert

Kaum ein Unternehmen beschäftigt sich derzeit nicht mit dem Thema Digitalisierung. Wenige verstehen jedoch, dass diese kein technisches Thema ist, vielleicht ist es sogar kein strategisches, sondern ein Thema der Kompetenzen jedes einzelnen Mitarbeiters. Kompetenzen müssen in rascher Abfolge identifiziert, überprüft, adaptiert und geschult werden, um das volle Potenzial der Digitalisierung nutzen zu können. Das benötigt Zeit, die in der Regel fehlt.


Unternehmen sind heute in der paradoxen Situation, dass es klare strategische Orientierungspunkte gibt, dass Ressourcen vorhanden sind, dass aber die Verfügbarkeit von kompetenten Mitarbeitern der größte Engpass ist. Neue Experten zu finden ist schwer, für die Entwicklung der bestehenden fehlt oft ein klares Konzept.

Obgleich E-Learning-Methoden rasante Fortschritte gemacht haben, kann es den entscheidenden Teil des Lernens – die Umsetzung in die Praxis – kaum unterstützen. Wer Kompetenzen effizient, flexibel und umsetzungsgeleitet entwickeln möchte, für den ist Fachcoaching die optimale Lösung.

Fachcoaching – worum geht’s?

Schlicht und ergreifend geht es darum, eine gezielte und individualisierte Kompetenzerweiterung methodischer Art zu vermitteln. Praktisch bedeutet das, dass dabei konkrete Problemstellungen aus dem Arbeitsalltag vor dem Hintergrund der neu erworbenen Kompetenzen reflektiert werden. Der Fachcoach unterstützt bei der Umsetzung dieser Kompetenzen in Bezug auf eine aktuelle Problemstellung. Dabei steht er mit seiner umfangreichen Erfahrung, Expertise und Fachkompetenz als Sparringspartner, Impuls- und Ratgeber beim Erlernen der neuen Kompetenzen zur Verfügung. Der Coachee erfährt so eine individualisierte Form der professionellen Begleitung, die in einer tiefgehenden Anwendung des Erlernten im Praxisfall resultiert. Dadurch können in kurzer Zeit außerordentliche Fortschritte gemacht und Probleme bereits frühzeitig erkannt und gelöst werden. Fachcoaching ermöglicht einen sehr effizienten und effektiven Transfererfolg.

Welcher Umfang bei Fachcoachings wird empfohlen?

In kurzen Einheiten von 1,5 bis 3 Stunden kann im Rahmen von 1-4 Einheiten der Großteil der individuellen Anliegen mit dem Fachcoach bearbeitet werden.

Wie Fachcoachings ablaufen

Fachcoachings setzen an einer klar definierten Aufgabenstellung, einem Anwendungsfall aus der Praxis an. Der Fokus liegt auf der Aufarbeitung eines inhaltlichen Ziels, wobei der Coach mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen den Prozess gestaltet und inhaltliche Vollständigkeit sicherstellt. Wichtig ist das Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Coachee sowie die Flexibilität des Coachs, aufkommende Überraschungen thematisch einzugliedern. Gleichzeitig muss der Fokus klar auf dem Erreichen des Ziels bleiben, auf Basis dessen auch der Abschluss des Coachings erfolgt. Wesentlich ist, dass der Coachee im Rahmen der gemeinsamen Arbeit zielorientiert befähigt wird, auf fundierter Basis Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können.

Wie Fachcoaching abzugrenzen ist

Der wichtigste Unterschied zum systemischen oder Entwicklungscoaching besteht in der Rolle des Coachs. Dieser hat im Fachcoaching ausdrücklich die Aufgabe, sich mit seiner Expertenkompetenz einzubringen und den Coachee aktiv auch inhaltlich zu unterstützen. Das ist im systemischen Coaching/Entwicklungscoaching nicht der Fall. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Lösungsfindung durch den Coachee selbst.

Der wesentliche Unterschied zu Trainings, Workshops, Seminaren und Lehrgängen besteht darin, dass das Fachcoaching ein 1:1-Setting darstellt und somit ein größtmögliches individuelles Eingehen auf die Besonderheiten des Coachees ermöglicht – sei es persönlich, arbeitsplatz- oder unternehmensspezifisch.

Warum Fachcoaching in Anspruch nehmen?

Sie haben einen Trainingstermin verpasst und wollen die Inhalte mit individueller Unterstützung nachholen. Oder Sie stehen vor einer neuen Aufgabe und wollen ihr Methodenrepertoire verbessern. Die Umsetzung der Lerninhalte an Ihrem Arbeitsplatz erfordert aufgrund der dort vorherrschenden Spezifika und Komplexität eine situative, flexible und individuelle Auseinandersetzung. Dafür wünschen Sie sich eine persönliche und zeitsparende Unterstützung durch einen Fachexperten.

Einige Beispiele

Der Geschäftsführer eines Produktionsunternehmens will die Unternehmensstrategie entwickeln. Bevor dazu eine Klausur stattfindet, möchte er seinen Standpunkt vertraulich hinterfragen.

Eine Mitarbeiterin soll die Leitung einer Geschäftsstelle übernehmen. Zur Vorbereitung sollen bestimmte betriebswirtschaftliche Themen aufgefrischt werden. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung ist zeitliche und inhaltliche Flexibilität entscheidend.

Die Geschäftsführerin eines technischen Dienstleisters will den Vertrieb intensivieren. Es gibt bereits viele Maßnahmen, doch es fehlt der Fokus. In einigen kurzen Sessions wird Klarheit über die Wirksamkeit erreicht.

Der Leiter Finanzen einer Bank ist Experte für Rechnungswesen und Steuer, hat aber noch wenig Erfahrung mit Controlling. In gezielten, individualisierten Inputs wird der State of the Art entwickelt, zugleich wird die Qualität des bestehenden Controllings hinterfragt.


Interessiert? 

Das Controller Institut bietet auch Fachcoachings im Zuge ausgewählter Lehrgänge an. Beispielsweise unterstützt Sie der Leiter des Lehrgangs Certified Business Manager mit einen Fachcoaching nach Absolvieren aller Module. Weitere Informationen finden Sie hier.

Oder kontaktieren Sie uns mit Ihrer konkreten Anfrage:
Carmen Bösch
+43 1 368 68 78 3107
carmen.boesch@controller-institut.at

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