Exzellenz im Reporting Design

Ein gutes Reporting basiert auf einer optimalen Visualisierung der Information. Aber nicht jedes Diagramm eignet sich für jede beliebige Information. Wann Säulen- oder Torten-Diagramm Sinn machen, hängt immer vom Verwendungszweck ab. Wann welche Diagramm-Form passt, hat FH-Prof. Dr. Christoph Eisl, FH OÖ, Masterstudiengangskoordinator Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF) kurz zusammengefasst.


Die 3D-Säulen

Der Klassiker unter den schlechten Beispielen! Der 3D-Effekt sowie die schräge Darstellung der Säulen verhindern einen aussagekräftigen Vergleich zwischen Plan- und Ist-Werten. Eine Abschätzung des Ausmaßes der Abweichung ist somit äußerst schwierig.

Nimmt man den 3D-Effekt weg und beschriftet die Säulen direkt (anstelle der y-Achse), wird rasch ersichtlich, in welchen Monaten der Plan über- bzw. unterschritten wurde. Als Alternative könnte der Plan/Ist-Vergleich auch sehr gut mit einem sog. Inbar-Diagramm visualisiert werden.


Das Linien-Diagramm

              

Wann immer möglich, sollte man auf Legenden verzichten und die Datenreihen (hier Linien) direkt beschriften. Man verhindert damit ein unnötiges Hin- und Herschauen zwischen Diagramm und Legende. Liniendiagramme dienen der Visualisierung von Trends, weshalb nur ausgewählte Zahlenwerte angedruckt werden. Wie hier zum Beispiel nur der Wert des aktuellsten Jahres dargestellt wird.


Über Achsen-Werte

Balkendiagramme sind perfekt geeignet, um Strukturvergleiche anzustellen. Im konkreten Beispiel werden die Filialen eines Unternehmens miteinander verglichen. Die Zahlenwerte sollten dabei aber direkt neben den Balken angedruckt und die Achsen keinesfalls abgeschnitten werden.


Gestapelte Säulendiagramme

Sowohl das gestapelte Säulendiagramm als auch die Aufgliederung in mehrere Diagramme (Small Multiples) haben ihre Berechtigung im Reporting. Ersteres zeigt schön die Entwicklung des gesamten Umsatzvolumens und erlaubt eine näherungsweise Einschätzung der Entwicklung der Segmente (Produktgruppen). Die Darstellung mit vier kleinen Diagrammen hat den Vorteil, dass die Entwicklung der Produktgruppen noch besser ersichtlich wird.


Last but not least: Das Torten-Diagramm

   

Die beiden nebeneinander stehenden Tortendiagramme sind für den Vergleich von Budget- und Ist-Werten völlig ungeeignet. Die Eye Tracking-Analyse zeigt, dass Berichtsleser eine Vielzahl an Blicken benötigen, um die relevante Information herauszufinden. Zudem ist die Fehlerquote bei dieser Art der Darstellung unnötig hoch.

Wesentlich besser ist für diesen Anwendungszweck ein Balkendiagramm geeignet, wobei die Abweichung ergänzend zu den Ist-Werten in Form von grünen und roten Balken dargestellt wird.


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