Risk Leaders in Action: Nachlese zum Austrian GRC Day 2026 – Resilienz sichern, Transformation steuern
Wie können Organisationen Resilienz gezielt aufbauen und Transformation aktiv steuern? Rund 120 Teilnehmende kamen Anfang Mai beim Austrian GRC Day 2026 in der Imperial Riding School Vienna zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, welchen strategischen Beitrag Governance, Risk und Compliance in Zeiten geopolitischer Unsicherheit, zunehmender Cyber‑Bedrohungen und strukturellem Wandel leisten können.
Unter dem Motto „Risk Leaders in Action: Resilienz sichern, Transformation steuern“ positionierte sich der Austrian GRC Day 2026 erneut als zentrale Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb der GRC-Community. In einer Zeit tiefgreifender Transformationen – geprägt von geopolitischen Umbrüchen, zunehmenden Cyber-Bedrohungen und wirtschaftlicher Unsicherheit – stand die Frage im Mittelpunkt, wie Organisationen widerstandsfähig und gleichzeitig zukunftsfähig bleiben können. Deutlich wurde dabei: Resilienz entsteht nicht zufällig, sondern erfordert vorausschauende Steuerung, robuste Strukturen und strategische Weitsicht. Genau hier kommt GRC ins Spiel – nicht als reaktive Kontrollfunktion, sondern als aktiver, gestaltender Partner des Managements. Entlang der vier zentralen Themenschwerpunkte – organisationale Resilienz, der Wertbeitrag von GRC im Strukturwandel, strategische Vorausschau für europäische Herausforderungen sowie der gezielte Aufbau von Kompetenzen – beleuchteten Keynotes, Best Practice-Foren und Diskussionen, wie GRC-Funktionen ihre Rolle weiterentwickeln und Transformation wirkungsvoll mitgestalten können.
RESILIENZ ALS FÜHRUNGSAUFGABE: GRC ZWISCHEN VERANTWORTUNG UND GESTALTUNG
Nach der Begrüßung durch die fachliche Leiterin Karin Exner (Controller Institut) eröffnete Martin Graf (Energie Steiermark) den inhaltlichen Teil des Austrian GRC Days 2026. Unter der Leitfrage, wie Unternehmen in Zeiten von Unsicherheit und Transformation widerstandsfähig und zugleich handlungsfähig bleiben können, spannte Graf mit seiner Keynote den Bogen von aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bis hin zu den organisatorischen Voraussetzungen für nachhaltige Resilienz. Dabei rückten insbesondere integrierte Steuerungsansätze, klare Führungsprioritäten und ein bewusster Umgang mit Unsicherheit in den Fokus – als zentrale Voraussetzungen, um Stabilität und Wandel miteinander zu verbinden.
Im Anschluss daran widmete sich die Panel-Diskussion dem Thema „Resilienz als Führungsaufgabe: Welche Rolle spielt GRC?“. Moderatorin Karin Exner diskutierte gemeinsam mit Christina Wilfinger (CWX Management), Martin Graf (Energie Steiermark) und Gerald Ettmann (Wienerberger), wie Führungskräfte und GRC-Funktionen gemeinsam Verantwortung für organisationale Widerstandsfähigkeit übernehmen können. Unterschiedliche Perspektiven aus Beratung, Industrie und Energieversorgung verdeutlichten, dass GRC weit über klassische Kontrollmechanismen hinausgeht und insbesondere dort Wirkung entfaltet, wo strategische Entscheidungen, Führungskultur und Risikobewusstsein zusammenspielen.
Fotocredit: Controller Institut/Michael Seirer
BEST PRACTICE-FOREN AM VORMITTAG: IMPULSE AUS DER PRAXIS FÜR RESILIENZ & INTEGRIERTES GRC
Am Vormittag gaben in drei parallelen Sessions Expert:innen praxisnahe Einblicke in zentrale Fragestellungen rund um Resilienz, integrierte GRC‑Steuerung und den Umgang mit volatilen Rahmenbedingungen. Der Fokus lag auf konkreten Praxisbeispielen, Erfahrungswerten sowie der Frage, wie Risiken frühzeitig erkannt und organisationale Widerstandsfähigkeit nachhaltig gestärkt werden kann.
- Vom Risiko zur Resilienz: Interne Kontrollen neu gedacht by Andree Niebuhr & Gerald Ettmann (Wienerberger)
- Integrated Governance: Zukunftsfähige Risikosteuerung in volatilen Zeiten by Markus Liebig (Everllence SE) & Astrid Donaubauer (Schleupen SE)
Vom Risikomanagement zur ganzheitlichen GRC-Lösung bei der VBV-Gruppe by Stefan Schubert (VBV-Gruppe) & Thomas Bachner (CALPANA business consulting GmbH) INTERAKTIVES MITTAGESSEN: LUNCH & TALK
Das bewährte Lunch‑&‑Talk‑Format bot in der Mittagspause Raum für einen moderierten Austausch zu aktuellen Fragestellungen rund um integrierte GRC‑Steuerung, strategisches Risikomanagement und organisationale Resilienz. In kleinen Runden diskutierten die Teilnehmer:innen praxisnah den Einsatz von KI, die Verzahnung von Risiko und Strategie sowie den Umgang mit zunehmender Unsicherheit.
BEST PRACTICE FOREN AM NACHMITTAG: RESILIENZ, KI UND GRC IM REALITÄTSCHECK
Am Nachmittag wurden zentrale Zukunftsthemen des GRC‑Managements in vier parallelen Best Practice‑Foren vertieft. Im Fokus standen regulatorische Anforderungen, der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie die Frage, wie Resilienz durch integrierte Governance‑, Risiko‑ und Continuity‑Ansätze gezielt aufgebaut werden kann. Die Sessions zeichneten sich durch hohe Praxisnähe, klare Entscheidungsimpulse und konkrete Umsetzungsbeispiele aus.
- NIS-2 als Stresstest für organisationale Resilienz – was GRC daraus machen kann by Fino Scholl (Swiss GRC Germany)
- KI verstehen, nutzen und verantworten: Ein kompakter Leitfaden für Entscheider:innen by Drazen Lukac (EY Österreich)
- Strategische KI-Transformation: Risiko, Recht und Governance – vernetzt durch KI by Mohammed Malek & Stefan Wiesent (Diligent)
- Zwei Systeme, ein Ziel: Resilienz durch Business Continuity Management und Risikomanagement by Hermann Pesendorfer (Frequentis)

ABSCHLUSS & AUSBLICK: DIE UNTERSCHÄTZTE RISIKODIMENSION
Den inhaltlichen Schlusspunkt des Austrian GRC Days 2026 setzten Andrea Auinger und Franz Auinger (INOVATO) mit ihrer Closing Keynote zum Thema „Die unterschätzte Risikodimension: Wie psychische und organisationale Resilienz die Entscheidungsfähigkeit stärken“. In ihrem Vortrag zeigten sie auf, warum Organisationen nicht am Risiko selbst scheitern, sondern an inneren Strukturen, fehlender Stabilität und mangelnder psychologischer Sicherheit. Im Fokus standen dabei die Bedeutung von Führung, klaren Strukturen und mentaler Gesundheit als zentrale Voraussetzungen für nachhaltige Entscheidungsfähigkeit und Risikokompetenz – insbesondere in Zeiten permanenter Unsicherheit.
Der Austrian GRC Day 2026 hat in diesem Jahr verdeutlicht: Wirksames GRC entsteht dort, wo Struktur, Technologie und menschliche Faktoren zusammenspielen – und wo Dialog zum festen Bestandteil strategischer Steuerung wird. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Vortragenden und Partnern und freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten Austrian GRC Day am 28. April 2027. Save the Date!

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